Maximilian studiert BWL am Standort München und hat im Sommersemester 2019 an der Business Exkursion Helsinki teilgenommen.

Meine Reise nach Helsinki, Finnland, begann am Donnerstag, 13.06.2019 mit einem Direktflug aus München. Bereits im Vorfeld habe ich mich dazu entschieden, nach Ende des Fresenius-Programmes noch einen weiteren Tag in der Stadt zu verbringen, wozu sich viele der Teilnehmer ebenfalls entschlossen hatten. Es gab alternativ auch die Möglichkeit, bereits früher anzureisen, um die Stadt zu erkunden. Diese Chance hat auch der größte Teil der insgesamt 15 Teilnehmer in Anspruch genommen.

Die Zuganbindungen vom Flughafen in die Stadt waren leicht zu finden, da die Exkursions-Betreuung uns bereits die wichtigsten Informationen (wie z.B. die genaue Zugverbindung) im Vorfeld zukommen ließ. Außerdem bewies bereits die erste Tramfahrt in Richtung des Hostels, dass Finnen sehr offen und hilfsbereit sind: eine ältere Dame sprach mich und meinen Kommilitonen an und hat uns auf dem Weg bereits eine kleine Sightseeing-Tour gegeben, indem sie uns die Besonderheiten der Stadt gezeigt und beschrieben hat.

Schon am selben Nachmittag, nachdem wir alle im Hostel eingetroffen waren, welches eine sehr gute Lage in Zentrumsnähe hatte, traten wir als gemeinsame Gruppe den Weg in die Aalto Design Factory an. Diese ist ein Teil der Aalto Universität und war insbesondere für einen Betriebswirtschaftler wie mich eine neue und innovative Art des Studierens, die ich dort kennen gelernt habe.

Nach der Führung durch die umgebaute Industriehalle hatten wir bereits die erste frei verfügbare Zeit, in der wir gleich beim Besuch des Supermarktes festgestellt haben, dass die Preise für Essen und Getränke in Finnland wesentlich höher sind als in Deutschland. Außerdem fällt Besuchern von Helsinki bald auf, wie grün die ganze Stadt ist und dass es viele Rasenflächen gibt, auf denen man sich entspannen kann. Am ersten Abend war für die ganze Studien-Gruppe ein Abendessen im Restaurant Zetor geplant, in dem traditionelle finnische Gerichte serviert wurden. Die gemütliche Atmosphäre war perfekt für das nähere Kennenlernen der Teilnehmer untereinander und dadurch konnten gleich gute und nette Kontakte geknüpft werden.

Am nächsten Tag stand vormittags der Brauereibesuch bei Sinebrychoff an, welche eine alte Tradition in Finnland hat und neben Bier auch eine breite Palette an Soft- und Energydrinks herstellt, unter anderem auch Coca-Cola. Die Führung durch die Brauerei und die Präsentation waren besonders in der Hinsicht interessant, weil unsere Führung sehr offen bzw. kritisch war und es sich somit nicht um eine Werbeveranstaltung handelte.

Nach 2 Stunden Freizeit im Anschluss fand auch schon der dritte Besuch unserer Exkursion, nämlich in der Außenhandelskammer statt. Dies war für mich der interessanteste Termin, da dort in den neuen Büroräumen im Dialog die Wirtschaftsbeziehungen von Helsinki und Deutschland erörtert wurden. Dies war besonders deshalb ein passender Abschluss als „Unternehmensbesuch“, weil im zweiten Teil noch umfangreich mit den beiden Referenten über die bisher gesammelten Eindrücke der Gruppe über Finnland diskutiert wurde. Damit war das Programm von Freitag beendet und man konnte wieder selbst die Stadt mit den Kommilitonen erkunden, mit denen man sich inzwischen schon sehr gut verstanden hat. Sehr angetan hatte es uns der Marktplatz, an dem man besonders viele Fischgerichte oder auch finnische Rentierspezialitäten probieren konnte. Bei den vielfältigen Eindrücken konnte man leicht die Zeit übersehen und überrascht feststellen, dass es, obwohl noch gar nicht dunkel, bereits Mitternacht war. In Helsinki ist es im Sommer aufgrund der geografischen Lage nur wenige Stunden dunkel, was aber keine großen Rhythmus-Schwierigkeiten mit sich bringt, wenn man ab und zu auf die Uhr schaut. Auch abends hat Helsinki einiges zu bieten mit verschiedenen Bars und Clubs, die einfach zu finden sind oder die man durch Fragen von Einheimischen in Erfahrung bringen kann.

Am Samstag stand die Stadtführung als letzter offizieller Programmpunkt der Business Exkursion an und bot uns noch einmal die Gelegenheit, neben den Hauptsehenswürdigkeiten auch weniger bekannte, aber nicht minder interessante Attraktionen der Stadt zu besuchen und mehr über diese zu erfahren. Danach war das Programm der Business Exkursion beendet und denjenigen, die schon am selben Tag den Rückflug antraten, fiel der Abschied von den Kommilitonen und der Stadt auch nach einer so kurzen Zeit schon schwer. Die meisten, die noch blieben, haben auf Empfehlungen hin die Insel Suomenlinna mit der Fähre besucht, welches eine Festung vor der Stadt Helsinki ist, die 15 Minuten entfernt im Meer liegt. Der Ausflug hat gehalten, was uns versprochen wurde: die im 18. Jahrhundert entstandene Festung ist unbeschreiblich schön und so groß, dass man mehr als einen Tag darauf verbringen müsste, um alles zu erkunden.

Am letzten Tag meines Aufenthaltes besuchten mein Zimmerkollege und ich schon morgens die hauseigene Finnische Sauna, die einen wichtigen Teil im Leben der Finnen darstellt und auch jedem zu empfehlen ist, der Finnland besuchen möchte. An diesem Tag konnten wir noch einige spezielle Plätze in der Stadt erkunden, mussten aber später auch selbst schweren Herzens die Heimreise antreten.

Die Exkursion hat sowohl im Hinblick auf die Unternehmensbesuche als auch, was die Freizeit mit den neuen Kommilitonen aus ganz Deutschland angeht, meine Erwartungen übertroffen. Ich habe dadurch einen umfangreichen Einblick in Unternehmen in Finnland gewinnen und dazu noch Helsinki mit neu geknüpften Kontakten aus ganz Deutschland erleben können. Zusammenfassend war diese Reise ein ganz besonderes Erlebnis und insgesamt sehr gelungen.