Laura Noack, Studierende an der Hochschule Fresenius Köln, verbrachte spannende Semesterferien während der Summer School  in China. Nach einem zehntägigen Sightseeing-Programm in Shanghai und Peking sowie unterschiedlichen Sprach-und Kulturkursen in Qingdao absolvierte sie ein vierwöchiges Praktikum und erlebte den chinesischen Alltag in einer Gastfamilie.

Jeden Sommer in den Semesterferien haben die Studierenden der Hochschule Fresenius die Möglichkeit, an der Summer School in China teilzunehmen. Neben dem vierwöchigen Auslandspraktikum in einem namhaften Unternehmen ist das Sammeln von interkulturellen Erfahrungen besonders attraktiv, auch für den eigenen Lebenslauf. Unser Partner Intern China hat sich neben der Vermittlung von Praktika auch auf die von Homestays, also von Gastfamilienaufenthalten, spezialisiert und steht den Studierenden so mit einem umfassenden Service zur Seite.

Laura Noack, Studierende im Studiengang Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius Köln, entschied sich für eine Teilnahme an der Summer School 2016 und für die Unterbringung in einer Gastfamilie. Ihr Ziel war, aus erster Hand mehr über die Kultur und den Alltag in China zu erfahren. Bereits im Vorfeld, im Rahmen des Kurses „Interkulturelles Management“,  hatte sie einiges über die Besonderheiten, insbesondere den geschäftlichen Alltag in China, erfahren. In Rücksprache mit einer Teilnehmerin der Summer School 2015 und den Mitarbeitern des International Services an der Hochschule Fresenius in Köln, hatte sie sich zuvor schon ein paar Gedanken gemacht und ein Gastgeschenk für die Familie besorgt: Gummibärchen, natürlich verpackt in das glücksbringende rote Papier.

Fern der Heimat, und doch vertraut

Am Tag der Ankunft wurde Laura sogleich von der gesamten Familie in ein Restaurant ausgeführt, um die Kölner Studierende willkommen zu heißen und damit sich alle beim gemeinsamen Essen besser kennenlernen.

Ihre Wohnung, die sich Laura mit ihren Gasteltern, der zehnjährigen Tochter und dem fünfjährigen Sohn teilte, lag in unmittelbarer Nähe zu ihrer Praktikumsstelle. In der sehr modern und eher westlich eingerichteten Wohnung hatte Laura ein Zimmer für sich, das sogar einen kleinen Wintergarten besaß. Auch der Rest der Wohnung, die Küche, das Bad und Wohnzimmer, waren eher wie zuhause in Deutschland, berichtet Laura. Hier fühlte sie sich direkt heimisch.

Da die Familie sehr erfolgreich ein eigenes Unternehmen betreibt, gab es sogar eine Hausangestellte, „Auntie“ genannt, die für die Familie kocht und den Haushalt in Ordnung hält. Das ganze Haus war daher sehr sauber und ordentlich.

Auch das Essen fand Laura sehr lecker. Ein wenig überrascht hat sie, dass es  bis auf ein zwei Mal etwas Ungewohntes wie Hühnerfüße sehr viel frisches Gemüse gab. Abends und an den Wochenenden aß die Familie stets zusammen. Durch die unterschiedlichen Tagesabläufe konnte es unter der Woche auch schon mal passieren, dass Laura alleine frühstückte. Oft folgte auf das abendliche Essen noch ein gemeinsamer Spieleabend. Zudem hatte Laura viel Zeit um etwas mit ihren Kommilitonen zu unternehmen und die Umgebung zu erkunden. Einschränkungen gab es kaum. Daran gewöhnen musste sich Laura allerdings ein wenig, dass ihre Gasteltern gerne wissen wollten, wohin sie denn geht und wann sie in etwa wieder zu Hause sein wird.

Die Herzlichkeit chinesischer Gastfamilien

An den Wochenenden war Laura viel mit ihrer Familie unterwegs. Zusammen unternahmen sie  Ausflüge, backten oder spielten Spiele. Außerdem lernte Laura von ihrer Familie die Zubereitung von Dumpling (chinesische Teigtaschen). Eigentlich hätte Laura auch gerne etwas typisch Deutsches für ihre Familie gekocht, leider fehlte dann aber doch die Zeit dafür. Besonders beeindruckt hat Laura, wie schnell und herzlich die Familie sie vom ersten Tag an integriert hat. Nur schwer kann sie sich vorstellen, dass es bei einer deutschen Gastfamilie auch so abgelaufen wäre.

Auch mit der Verständigung hat es besser geklappt, als sie es zunächst vermutet hatte. Vor allem ihre zehnjährige Gastschwester war eine wichtige Vermittlerin, da sie  eine internationale Schule besucht und bereits sehr gut Englisch spricht. Auch die Mutter spricht ein wenig Englisch, mit dem Vater und den Großeltern war es da schon etwas schwieriger, hat aber dennoch funktioniert.

Natürlich erzählte Laura der Familie auch von ihrem Leben zuhause in Deutschland. Besonders interessant fand die Familie die Themen Bildung und Arbeit, da die Kinder einmal im Ausland studieren sollen. Für ein wenig Verwunderung sorgte für uns Selbstverständliches wie das Kindergeld.

Resümierend hat Laura durchweg positive Erfahrungen gesammelt und ganz viel über die Kultur und den chinesischen Alltag erfahren, weshalb sie den Aufenthalt in einer chinesischen Gastfamilie nur empfehlen kann. Auch heute steht sie noch in regem Kontakt zu ihrer Gastfamilie und würde diese gerne während ihrer nächsten Reise nach China wiedersehen.