Julia Goldberg hat im Sommersemester 2016 am Integrierten Auslandssemester in New York teilgenommen. Sie studiert Business Administration am Standort Berlin.

Einer meiner größten Wünsche wurde für mich im März 2016 wahr, einmal in der Millionenmetropole New York zu leben. Dieser Wunsch entpuppte sich nun rückblickend auch als die beste Zeit meines Lebens! Nun möchte ich euch diese Zeit ein bisschen näher schildern und euch in meine Reise einführen.

Alles begann mit der Suche nach einer Unterkunft! Man hört ja immer, wie schwer es ist im sogenannten „Big Apple“ ein Dach über dem Kopf zu finden und ich muss zugeben ein Zuckerschlecken war es zu Beginn auch nicht für mich. Anfangs wohnte ich für 2 Wochen in einer WG in Brooklyn (diese hatte ich mir von Deutschland aus über AirBnb gebucht). Meine WG dort war eigentlich super, nur die Anbindung an Manhattan (wo auch unsere Partneruniversität ist) war leider schlecht und hätte mir auch täglich 1 ½ Stunden Bahnfahrt abverlangt. Deswegen war es für mich gleich in den ersten Tagen klar, Julia du brauchst eine neue Unterkunft. Gesagt, getan! Meine ersten Tage in den Staaten verbrachte ich abgesehen davon einen optimalen Platz zum Schlafen zu finden, außerdem noch mit dem Gedanken klarzukommen nun für sechs Monate in der für mich schönsten Stadt der Welt zu leben. Mehrere Websites wie „Streeteasy“ oder „AirBnb“ standen mir dabei tadellos zur Unterstützung. Nach sieben Besichtigungsterminen und jede Menge Schweiß fand ich meinen „place to be“ – in der wohl bekannten Upper East Side. Mit einer Freundin teilte ich mir eine Einzimmerwohnung in der 65th Street. Diese war nur ein paar Blocks von dem Berkeley College entfernt, eine circa 15-minütige Subway-Fahrt. Ganze drei Monate wohnte ich in einem kleinen aber feinen Apartment mit einer Kommilitonin. Leider mussten wir dann diese WG auflösen, da mein „Roommate“ wieder in ihre Heimat zurückkehren musste. Für mich stand dann sofort fest, dass ich mir eine neue Wohnung suchen musste, da ich mir alleine die Miete nicht leisten konnte. Denn meine Reise war an diesem Zeitpunkt noch lange nicht zu Ende!  Einmal eingelebt in New York, fiel es mir dann auch sehr schwer wieder etwas Neues zu suchen. Ich habe mich schließlich in unsere Gegend verliebt und wollte eigentlich auch nicht mehr weg. Doch mir blieb nichts anderes übrig. Diesmal bevorzugte ich andere Möglichkeiten der Wohnungssuche und zwar über Facebook. Diesen Tipp bekam ich von einer Freundin in New York, was für mich die beste und einfachste Möglichkeit war in New York eine geeignete Wohnung oder WG zu finden. Diverse Facebook-Gruppen wie „Gipsy Housing“ oder „NYC Apartments“ bieten eine Vielzahl von Apartments in und um Manhattan an. Nach wiedermal zahlreichen Besichtigungsterminen und auch Enttäuschungen fand ich meinen zweiten „place-to-be“ in NY und wie es der Zufall so wollte, musste ich meine geliebte Upper East Side doch nicht verlassen. Diesmal hatte mein Zimmer sogar ein eigenes Bad, was für New York sehr unüblich ist. Nicht nur einen perfekten Schlafplatz hatte ich in dieser WG gefunden, sondern auch Freunde fürs Leben und sogar eine sehr gute Freundin, die ich liebevoll mein „nyc-bestie“ nennen darf. Vor allem wegen dieser „Facts“, neue Freunde gefunden zu haben, sehe ich rückblickend die „vielen“ Umzüge nur noch positiv an, da ich ohne diese nur halb so viele wundervolle Menschen kennengelernt hätte.

Nachdem sich nach meiner Ersten Wohnungssuche in New York dann auch das „Alltagsleben“ – das aber ganz anders als in Deutschland aussieht- begonnen hat, fing auch ziemlich schnell das Uni-Leben an. Die erste Woche war für uns „Fresianer“ super entspannt. Wir hatten die sogenannten „Culture Days“ in denen wir mit Hilfe von Mitarbeitern des Berkley Colleges verschiedene Sehenswürdigkeiten in New York erkundet haben, wie zum Beispiel das „One World Oservaroty Deck“ oder eine wundervolle Food-Tour durch Greenwich. Dies brachte uns nicht nur einen ersten Einblick in den New Yorker Lifestyle sondern auch erste Kontakte und Freundschaften, die untereinander geknüpft werden konnten. Nach dieser Kennenlernwoche fing dann auch schon der Uni-Alltag an. Unsere Vorlesungen fanden einmal am Berkeley College statt sowie an der Pace University statt. Allerdings spielte sich der Großteil des Geschehens am Berkeley College ab. Dieses befindet sich direkt an der 5th Ave und ist somit mitten im Herzen von New York (Midtown) gelegen. Wohingegen die Pace University in Downtown zu finden ist, die aber ebenso leicht und schnell mit der Subway zu erreichen ist.  Leider hatte unser Semester nicht das Glück auf dem riesigen Unigelände der Pace zu studieren, da hier leider keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung standen. Wir hatten dann den Pace-Unterricht an einer Zweitstelle die ebenso direkt an der 5th Ave liegt, ca. fünf Minuten Fußweg von dem Berkeley College entfernt. Jedoch hatten wir, genau wie alle anderen Pace Studenten, die Möglichkeit, an Programmen teilzunehmen und die Bibliothek zu benutzen oder auch das Fitnessstudio der Universität zu benutzen. Während der Studienzeit in New York wurden wir Studenten mit zahlreichen Präsentationen, Hausarbeiten oder Case Studies konfrontiert. Dies hieß viel Arbeit für uns, jedoch hatten wir noch genug Zeit für außerschulische Aktivitäten 😉

Schon bevor ich in New York angekommen war, stand für mich immer fest, dass ich ein Praktikum in dieser wundervollen Stadt machen möchte. Deswegen hielt ich mir schon bei meiner Anmeldung die Option frei, ein Praktikum in NYC zu absolvieren.

Schon während der Studienzeit in NYC machte ich mir viele Gedanken, wo und vor allem wie ich mich bewerben kann. Dadurch, dass ich in Deutschland schon angegeben hatte, dass ich ein Praktikum in den Staaten machen möchte, wurde ein zusätzlicher Kurs für diese potentiellen Praktikanten angeboten. Dieser Kurs hieß „Career Management“ und zielte darauf ab, uns zu zeigen wie ein Bewerbungsprozess in Amerika aussieht. Angefangen vom Lebenslauf über die Möglichkeiten der Praktikumsbeschaffung bis hin zu einem der Bewerbungsgespräche. Dieser Kurs hat uns perfekt für den Start in das Arbeitsleben in den USA vorbereitet und man konnte sehr viel Tipps und Tricks erfahren. Eigenständig machte ich mich dann auf die Suche nach Praktika auf diversen Jobportalen wie „Monster“ oder „Internships.com“. Neben meiner Eigeninitiative bot sich die Möglichkeit an, Unterstützung von dem Berkeley College in Anspruch zu nehmen. Nach zahlreichen Bewerbungsgesprächen und ebenso ein paar Absagen wurde letztendlich ein Traum wahr, an den ich eigentlich nie in meinen Träumen geglaubt habe – ich hatte eine Praktikumsstelle bei wohl einer der bekanntesten „Newspapers“ weltweit, bei der New York Times, ergattert. Bis heute kann ich es noch nicht fassen, dass ich in solch einem renommierten und weltweit bekannten Unternehmen mein Praktikum absolvieren durfte. Als Conference Marketing Intern war ich genau zwei Monate ein Teil der New York Times. Dabei lag mein Aufgabenbereich vor allem in der Unterstützung der Marketing-Managerin. Zahlreiche Vor- und Nachbereitungen für Meetings ließen mich in eine internationale Arbeitswelt schnuppern und verschafften mir ein fundamentales Verständnis für die strategische Arbeitsweise in einem multinationalen Unternehmen. Ein weiterer großer Teil meiner Arbeit lag darin, potentielle hochrangige Zuhörer, sowie Redner für die Events der New York Times Live zu akquirieren, wie zum Beispiel zahlreiche CEO`s namhafter Konzerne, bekannte TV-Stars oder  bedeutende Autoren. Die Vorbereitung solcher Events vermittelte mir vor allem, wie wichtig Planungen in einem Unternehmen sind und was für enorme Auswirkungen Fehler in der Planung auf das Ergebnis haben kann. Im Großen und Ganzen kann ich vor allem sagen, dass mir dieses Praktikum in meinem betrieblichen, sprachlichen sowie sozialen  Verständnis enorm weitergeholfen hat und ich dabei sehr viel für mich und die Entwicklung meiner Persönlichkeit gelernt habe.  Diese Tatsache, dass ich eine Praktikantin bei der New York Times sein durfte, machte meinen New-York-Aufenthalt nochmal um einiges interessanter sowie spektakulärer und somit zur bisher besten Zeit meines Lebens. Nicht nur mit sehr vielen Wissenswerten wurde ich bei der Times versorgt, sondern auch mit wundervollen Arbeitskollegen, Menschen und letztendlich auch Freunden.

Kontakt: goldberg.julia@berlin.hs-fresenius.de